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Da kehrte der Wind von Osten

Autorenbild: Jan Schäf
Jan Schäf
4. Okt.
1 Min. Lesezeit
Bäume im Nebel

Da kehrte der Wind von Osten

mit all seinen Düften

mit all seinen Frosten

Und Reiter durchbrachen

die silberne Luft

zersprangen in wildem Treiben

die hindernde Kluft

dass Menschen auf ihren Balkonen

und die, die ohne ihn wohnen

versiegelten die Türen.


Ein Wanderer, unterwegs

über Feld und Flur

passierend den gebogenen

laubumtanzten Baum, er sagte

voll Hast einen Schwur

Versprach dem Himmel sein Leben

wollte auch anderes zugeben

wenn er nur sehe noch einmal

all Sonnenschein

So kehrte er doch

mit zwei Münzen heim.


Anders der Junge

unter dem Tannenbaum

er bat und erhielt

seinen weißen Traum

Der Wind hingegen schlief abends

zwischen den Wäldern ein

Am Rande ein Dorf

im lautlosen Schein.


(2026)

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